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Deutscher Braumeister-und Malzmeister-Bund, Landesgruppe Nordbayern

Weihnachtsstammtisch in Kulmbach

Die Landesgruppe Nordbayern im Deutschen Braumeister- und Malzmeister-Bund hielt ihren diesjährigen Weihnachtsstammtisch zusammen mit dem Ortsstammtisch Kulmbach (Nikolaus-Stammtisch) am 15. Dezember 2016 in der Kulmbacher Mönchshofsbrauerei ab. Vor dem offiziellen Beginn hatten die Teilnehmer die Gelegenheit eines der drei Museen auf dem Gelände der ehemaligen Mönchshofbrauerei zu besichtigen. Vor gut einem Jahr wurde neben dem Brauerei- und dem Bäckereimuseum das Gewürzmuseum eröffnet. In diesem hat sich eine kleine Gruppe unter dem Motto: „ Würze und Gewürze in unser Leben bringen“ auf eine spannende Reise durch die Welt der Gewürze begeben. Auf einer Fläche von 1200 m2 lassen sich nicht nur allerlei heimische und exotische Gewürze mit allen Sinnen erleben. Es geht auch um die Geschichte des Würzens bis hin zu den gesundheitsfördernden Wirkungen vieler Gewürze und Heilkräuter, demonstriert mittels eines alten Apothekerschrankes. Die Bedeutung der Gewürze in der Ernährungsbranche wird aufgezeigt anhand einer inszenierten Metzgerei. Auch die Rolle der Gewürze bei der Bierproduktion vor der Einführung des Hopfens wird behandelt.

 

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              Die Organisatoren                     Der Kulmbacher Nikolaus-Stammtisch                    Nikolaus Gimpel-Henning

           Stephan Gimpel-Henning                   war wie immer gut besucht.                              bei seinen wohlwollenden

              und Rüdiger Selig                                                                                                       Ermahnungen

Kurzer Rückblick auf 2016

Stefan Gimpel-Henning, Kulmbach, konnte fast 70 Teilnehmer zum offiziellen Teil mit Vortrag sowie Gänsebraten mit Rotkohl und Grünkohl sowie genussstarken Bieren der gastgebenden Brauerei begrüßen. In seiner launigen Nikolaus-Ansprache ohne Rute ging er kurz auf das zurückliegende Jahr mit dem Höhepunkt der 500-Jahr-Feier des Reinheitsgebotes in Ingolstadt ein, sowie den Stammtischen der Landesgruppe u. a. Karpfenessen, Oldtimer-Treffen und Besuch der Fa. GEA, Kitzingen, mit Vortrag von Jochen Sprotte.

Aus der Vorstandssitzung des DBMB gab Gimpel-Henning bekannt, dass Thomas Lauer noch bis 2018, 125-Jahr-Feier in Leipzig, das Amt des Präsidenten ausführen wird. Die Mitgliederzahl ist leicht steigend, der Beitrag soll 2018 um 10,00 EUR angehoben werden.

Der Ortsstammtisch Kulmbach hat 2016 u.a. die Berufsschule Kulmbach besichtigt, sich mit einem interessanten Vortrag von Marc Schreder, Kitzingen, über Innovationen aus dem Bereich GEA Brewery Systems GmbH Huppmann Tuchenhagen, informiert, und sich zum Sommergrillen, gesponsert von der Fa. Rauh, Küps, getroffen. Der Kulmbacher Nikolausstammtisch 2017 findet am Mittwoch, 29. November statt. Für 2017 wünschte sich Gimpel-Henning mehr Disziplin, zahlreiche, aber auch rechtzeitige Anmeldungen zu den Veranstaltungen und „alles wird besser“.

Temperaturabsenkung bei der Flaschenreinigung

Dr. Andreas John, Sealed Air, Diversey GmbH& Co.OHG, Mannheim, wies in seinem sehr praxisbezogenen und anschaulichen Vortrag nach, dass sich die Absenkung der Temperatur bei der Flaschenreinigung durchaus lohnen kann, ohne Einbußen beim Reinigungsergebnis (s. a.DBMB- Mitteilungsblatt Nr.2, 2017).

Die normale Reinigung von Glasflaschen läuft bei Temperaturen von 80 bis 85 °C ab, bei einer NaOH-Konzentration von rd. 2 Prozent, einer Konzentration an Additiven von 0,2 bis 0,3 Prozent und einer Kontaktzeit von sechs bis acht Minuten in der Hauptlauge. Bei der Reinigung von PET-Flaschen hat sich gezeigt, dass man mit Temperaturen um 59 °C und Kontaktzeiten von sieben bis zehn Minuten durchaus gute Reinigungswerte erzielen kann.

Senkt man bei der Reinigung von Glasflaschen die Temperatur von 80 auf 70 °C und setzt entsprechende Additive ein, bei Verzicht auf EDTA, kann man auch mit relativ kurzen Kontaktzeiten gute Resultate bei der Mikrobiologie erzielen, auch bei der Reinigungsleistung. Bei der Etikettenablösung bringt die Temperaturabsenkung eine Verlängerung der Ablösezeit. Hier spielen aber Etikettenpapier und der Leim für die Laugendurchdringung die entscheidende Rolle. Man sollte durch Versuche im Vorfeld, nicht erst nach der Umstellung, die entsprechenden Werte zu ermitteln. Diese Versuche sollten auch mit Fremdflaschen und mit Flaschen mit sechs bis acht Wochen nach der Etikettierung erfolgen (Verwitterungstest/Lichtkammer), da sich dann der Leim gegenüber der Lauge ganz anders verhält als kurz nach der Etikettierung.

Je nach den innerbetrieblichen Gegebenheiten, Einend- bzw. Zweiendmaschine, mit oder ohne Blockheizkraftwerk, lassen sich lt. Dr. John, bei einer Leistung von 66 000 Flaschen/Stunde Einsparungen im Energiebereich zwischen 14 000 und 31 500 EUR/Jahr erzielen und das ohne qualitative Einbußen.

Nach Diskussion und den leiblichen Genüssen brachte der Abend wie bei Brauern üblich einen lebhaften Gedanken- und Informationsaustausch, angeregt nicht zu Letzt auch durch die guten Biere, die kredenzt wurden.